"Eigenbrötlerdasein" abgelegt: Hoeneß erklärt die Wende bei Eberl
"Eigenbrötlerdasein" abgelegt: Hoeneß erklärt die Wende bei Eberl

München: Hoeneß erklärt Eberls Wende beim FC Bayern

Wandel im Verhalten führt zu Vertragsverlängerung

Max Eberl, der Sportvorstand des FC Bayern, hat seinen Vertrag verlängert, nachdem er sich nach Ansicht von Uli Hoeneß „innerhalb des Vereins mehr geöffnet hat“. Der Ehrenpräsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters erläuterte, warum Eberl zu Beginn seiner Tätigkeit in München von der Vereinsführung kritisch betrachtet wurde. Hoeneß beschrieb, dass Eberl „so ein bisschen ein Eigenbrötlerdasein geführt“ habe, was dem Aufsichtsrat nicht gefallen habe.

Dieses Verhalten habe Eberl jedoch „grundlegend geändert“. Seit etwa einem halben Jahr fühlen sich Hoeneß, sein Aufsichtsratskollege Karl-Heinz Rummenigge und Präsident Herbert Hainer besser über Eberls Entscheidungen informiert. Hoeneß, der 74 Jahre alt ist, betonte, dass er, Rummenigge und Hainer nun viel besser informiert seien als zuvor. Diese verbesserte Kommunikation trug maßgeblich zur jüngsten Vertragsverlängerung bei.

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Uli Hoeneß lobt Max Eberl.(Foto:picture alliance/dpa) Credit: n-tv.de

Lob für Eberls Transferstrategie und Budgeteinhaltung

Hoeneß lobte ausdrücklich Eberls Transferbilanz. Er hob hervor, dass Eberl Spieler wie Nathaniel Brown und Ismael Saibari bereits vor der Weltmeisterschaft verpflichtete und nicht erst danach, wenn diese möglicherweise teurer gewesen wären. Diese frühzeitigen Verpflichtungen der beiden wichtigsten Neuzugänge des FC Bayern wurden als positives Beispiel für Eberls strategisches Vorgehen genannt. Hoeneß betonte, dass Eberl den Vorschlag, Spieler möglichst früh zu verpflichten, zu 100 Prozent umgesetzt habe.

Darüber hinaus erinnerte der Ehrenpräsident wohlwollend daran, dass Eberl das vom Aufsichtsrat vorgegebene Budget von 50 Millionen Euro, unter Verrechnung von Ein- und Verkäufen, nicht ausschöpfen musste. Hoeneß merkte an, dass der Verein nur 30 Millionen investiert habe, da durch Verkäufe fast 70 Millionen eingenommen wurden. Dies wurde als Zeichen guter Arbeit von Eberl gewertet, da das vorgegebene Budget unterschritten wurde.

Hoeneß‘ frühere Zweifel und die Folgen

Im Mai hatte Hoeneß in einem Gespräch noch Zweifel an einer Vertragsverlängerung von Eberl geäußert und die Chancen auf „60 zu 40“ beziffert. Diese Aussagen hatten hohe Wellen geschlagen und Hoeneß gestand, dass er dafür innerhalb des Vereins „genug Ärger“ bekommen habe. Er beschrieb seine damalige Antwort als eine Wahl „zwischen Pest und Cholera“, da eine höhere Prozentzahl für Eberls Verbleib noch mehr Ärger verursacht hätte.

Im August preschte Hoeneß dann vor und erklärte vor Journalisten, dass Eberl seiner Ansicht nach „hundertprozentig bleiben“ könne. Wenig später verlängerte der Verein Eberls Vertrag bis 2029. Präsident Hainer nannte übrigens einen Grund für Hoeneß‘ verbale Äußerungen bezüglich Eberls Vertragsverlängerung: „Weil ihr ihn permanent danach gefragt habt.“

Die Entwicklung von Eberls Verhalten und seine erfolgreiche Transferpolitik haben somit zu seiner Vertragsverlängerung bis 2029 geführt.

Source: n-tv.de

Sebastian Roth

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.

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