Leverkusen startet mit Sieg in die Europa League gegen NK Celje
Mühsamer Auftakt für Leverkusen
Bayer Leverkusen ist mit einem 2:0-Sieg gegen den slowenischen Meister NK Celje in die Ligaphase der Europa League gestartet. Das Spiel fand vor 27.945 Zuschauern statt und endete mit einem Erfolg für den Bundesligisten, auch wenn der Sieg als mühsam beschrieben wurde. Der argentinische Vizeweltmeister Facundo Medina war mit seinem Tor entscheidend für die „Werkself“.
Im Vergleich zum 2:2 in der Bundesliga gegen Augsburg nahm Leverkusen sechs Änderungen in der Startelf vor. Unter den neuen Spielern befand sich auch Ex-Kapitän Robert Andrich. Trainer Carles Martínez musste auf Ibrahim Maza, der erkältet war, und Guéla Doué, der eine Muskelverletzung in der rechten Wade erlitt, verzichten.
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Die erste nennenswerte Chance des Spiels hatte Martin Terrier, dessen Schuss aus 20 Metern von Celje-Torwart Zan-Luk Leban an den Pfosten gelenkt wurde. Kurz darauf parierte Leban auch einen Kopfball von Edmond Tapsoba. Wenige Sekunden später war Leban jedoch machtlos, als eine Flanke von Aleix Garcia von Svit Sešlar unhaltbar abgefälscht wurde, was zum 1:0-Eigentor für Bayer 04 führte. Für Garcia war dies der erste Einsatz in der Europa League in seiner Karriere, und er verzichtete nach dem Tor auf den Jubel.
Die „Werkself“ setzte ihren Druck fort, scheiterte aber wiederholt am Torwart Leban. Sowohl Garcia in der 20. Minute als auch Terrier in der 40. Minute konnten Leban nicht überwinden. Leverkusen gab zwölf Torschüsse ab, konnte sich aber bei Torwart Mark Flekken bedanken, dass es mit einer 1:0-Führung in die Pause ging. Flekken bestätigte seine Nominierung als Europa-Keeper, indem er stark gegen einen Schuss von Benjamin Verbič in der 31. Minute und einen Kopfball von Armandas Kučys in der 43. Minute parierte.
Zweite Halbzeit und die Entscheidung
Direkt nach der Pause stand erneut Leban einem Treffer von Bayer im Weg und parierte gegen Verteidiger Medina in der 51. Minute. Danach passierte lange Zeit wenig, bis der eingewechselte Afonso Moreira aus 20 Metern abzog. Leban lenkte den Ball noch an die Latte in der 73. Minute. Die anschließende Ecke von Garcia verwandelte Medina per Volley zum 2:0 in der 74. Minute, was die Entscheidung in der Partie brachte.
Die „Werkself“ hatte phasenweise Mühe mit den Gästen, die offensiv jedoch fast komplett harmlos blieben. Bayer machte damit einen ersten kleinen Schritt in Richtung des Ziels, den Pokal in Frankfurt zu gewinnen und die Erinnerungen an die Finalniederlage 2024 zu überwinden. Der Sieg verschaffte der Mannschaft auch etwas Rückenwind für die Bundesliga, wo nach einem durchwachsenen Saisonstart mit vier Punkten aus drei Spielen das Spiel gegen RB Leipzig ansteht.
Leverkusen fand gut ins Spiel und hatte die erste Chance durch Moussa Diaby, dessen Volleyabnahme nach etwa 30 Sekunden geblockt wurde. Danach überließ die „Werkself“ kurz den Gästen das Geschehen, die sich eine Ecke erarbeiteten, jedoch das von Janis Blaswich gehütete Tor nicht in Gefahr brachten. Zehn Minuten lang war die Partie ausgeglichen, bevor Bayer den Druck erhöhte.
Die Slowenen wagten nach einer knappen Stunde noch einen ihrer seltenen Vorstöße. Nach einem Fehler im Aufbauspiel landete der Ball bei Yaya Dukuly, dessen Linksschuss aus 18 Metern jedoch deutlich über das Tor ging. Kofane hatte nach dem 2:0 noch zwei weitere gute Chancen, setzte den Ball aber beide Male knapp neben das Tor, sodass es beim unspektakulären 2:0-Erfolg für Bayer blieb.

Ausblick für die Werkself
Für Bayer Leverkusen geht es in der Europa League am 15. Oktober um 18.45 Uhr in Posen weiter. Der Auftakt in die Europa League war für Carles Martinez und sein Team wichtig, da sie durchwachsen in die Saison gestartet waren. Der Gegner aus Slowenien, NK Celje, hatte erst zu Wochenbeginn seinen Trainer gewechselt, wobei Neu-Coach Zoran Zeljkovic seine Mannschaft gut auf Leverkusen eingestellt hatte.
Trotz aller Bemühungen der Slowenen war ihre Verunsicherung aufgrund einer Niederlagenserie in der heimischen Liga spürbar. Bayer übernahm das Kommando und ließ den Ball schnell durch die eigenen Reihen laufen. Kurz vor der Pause tauchte Terrier völlig frei vor dem Tor auf, scheiterte aber erneut am stark reagierenden Leban. Die vergebenen Chancen hätten sich fast noch gerächt, als Armandas Kucys kurz vor der Pause aus acht Metern frei zum Kopfball kam, doch Flekken konnte den knappen Vorsprung für sein Team in die Kabine retten.
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich zunächst ein ähnliches Bild: Leverkusen drängte, ging aber fahrlässig mit den Chancen um. Nach 51 Minuten traf Medina den Ball aus kurzer Distanz nicht richtig, was Leban die Möglichkeit zur Klärung gab. Der Sieg hätte durchaus höher ausfallen können, aber es bleibt abzuwarten, wie viel Rückenwind die „Werkself“ aus dieser Partie für die kommenden Aufgaben mitnehmen kann.
Das Spiel wurde live bei Sky und RTL übertragen.
Source: bild.de
