Frankfurter Ebnoutalib könnte Klopp-Debütant werden, Undav wohl nicht im Kader
Kader-Diskussionen vor Klopps Nominierung
Vor der Bekanntgabe des ersten Kaders unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp am Donnerstag gibt es Spekulationen um die Nominierungen für die Nations League-Spiele. Ein Medienbericht deutet darauf hin, dass Deniz Undav, Stürmer des VfB Stuttgart, nicht Teil des Aufgebots sein wird. Dies wäre nicht das erste Mal, dass Undavs Nominierung für Diskussionen sorgt.
Bereits vor der WM in den USA war Deniz Undav ein zentrales Thema bei der Kaderzusammenstellung. Obwohl er in der vorherigen Saison mit 25 Toren und 14 Vorlagen für den VfB Stuttgart als bester Stürmer Deutschlands galt, gab es damals Irritationen um seine Berücksichtigung. Bei der WM war er schließlich dabei und zählte zu den Leistungsträgern des DFB-Teams, mit drei Toren und zwei Vorlagen.
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Die aktuelle Situation um Undav wird auch durch seinen Saisonstart in Stuttgart beeinflusst. Nach fünf Pflichtspielen hat er noch kein Tor erzielt. Allerdings konnte er im DFB-Pokal gegen Rostock und beim Champions-League-Auftakt gegen Viking FK jeweils zwei Vorlagen beisteuern. VfB-Trainer Sebastian Hoeneß hat sich öffentlich hinter seinen Spieler gestellt und die Diskussionen um Undavs Leistung als unverständlich bezeichnet.
Sollte Deniz Undav tatsächlich nicht im Kader stehen, dürften die Debatten über seine Rolle im Nationalteam weitergehen. Die Entscheidung von Jürgen Klopp wird mit Spannung erwartet, insbesondere da es bereits ein persönliches Gespräch zwischen dem Stürmer und dem Bundestrainer gegeben haben soll.
Mögliche Debütanten für das DFB-Team
Während Deniz Undav wohl nicht berücksichtigt wird, könnten andere Stürmer eine Chance erhalten. Dzenan Pejcinovic vom VfB Stuttgart gilt als Kandidat für eine Debüt-Nominierung. Jürgen Klopp besuchte den VfB am 31. August und traf sich dort unter anderem mit dem Neuzugang Pejcinovic. Schon vor dessen Wechsel vom VfL Wolfsburg zum VfB Stuttgart soll Klopp sein Interesse an dem Angreifer signalisiert haben.
Ein weiterer potenzieller Debütant ist Younes Ebnoutalib von Eintracht Frankfurt. Der 23-Jährige startete mit einem Dreierpack in die Bundesliga-Saison, fand sich aber später auf der Ersatzbank wieder. Trotzdem wird er als heißer Kandidat für den ersten Kader unter Jürgen Klopp gehandelt. Berichten zufolge soll Klopp neben Jonathan Burkardt auch Younes Ebnoutalib für die DFB-Elf nominieren.
Ebnoutalib selbst bestätigte seine Nominierung am Dienstagabend indirekt in einem Video auf Instagram, in dem er sich für Glückwünsche zu seiner bevorstehenden Premiere im DFB-Team bedankte. Auf die Frage, worauf er sich am meisten freue, antwortete er mit „Alles!“. Dies wäre ein Höhepunkt in turbulenten Monaten für den Spieler.
Seine Karriere bei Eintracht Frankfurt begann im Januar mit einem Startelfeinsatz gegen den BVB, bei dem er ein Tor erzielte. Kurz darauf zog er sich jedoch einen Innenbandriss im Knie zu, der ihn wochenlang außer Gefecht setzte. Nach seiner Rückkehr wurde er vom neuen Trainer Albert Riera kaum berücksichtigt. Auch eine mögliche WM-Teilnahme mit Marokko kam nicht zustande.
In der aktuellen Saison zeigte Ebnoutalib erneut eine starke Frühform. Nach einem Treffer im DFB-Pokal schnürte er beim Bundesliga-Auftakt gegen Union Berlin einen Dreierpack. Diese Leistungen könnten nun zu seiner Nominierung für die Nationalmannschaft führen. Allerdings wurde er nach der 1:4-Niederlage gegen den FC Augsburg auf die Ersatzbank gesetzt, da Trainer Hütter das System umstellte und einen zusätzlichen Innenverteidiger einsetzte.
Trotz dieser Rückschläge auf Vereinsebene bleibt Younes Ebnoutalib ein vielversprechender Spieler. Sein Teamkollege Jonathan Burkardt betonte, dass Ebnoutalib noch viele gute Spiele und auch viele Startelfeinsätze haben werde. Die endgültige Kaderbekanntgabe durch Jürgen Klopp für die Nations League-Spiele in Holland, gegen Griechenland und gegen Serbien erfolgt am Donnerstag.
Die Nations League-Spiele finden am 24. September in Holland, am 27. September und 4. Oktober gegen Griechenland sowie am 1. Oktober gegen Serbien statt.
Source: bild.de
