Russell gewinnt Sprintrennen in Zandvoort, Mercedes trotz Sieg ratlos
Russell sichert sich dritten Sprintsieg der Saison
George Russell von Mercedes hat sich im Sprintrennen in Zandvoort, Niederlande, seinen dritten Sprintsieg in dieser Saison gesichert. Der Fahrer startete von der Pole Position und setzte sich souverän durch. Dieser Erfolg markiert Russells dritten Sieg in den bisherigen fünf Sprintrennen der aktuellen Saison, nachdem er bereits in China und Kanada siegreich war.
Trotz des Sieges äußerte sich Mercedes-Teamchef Toto Wolff nach der Qualifikation am Freitag ratlos bezüglich der Performance des Teams auf der Strecke. Er hob hervor, dass das Team in einer bestimmten Passage der Strecke deutlich an Geschwindigkeit verlor, langsamer als ein Konkurrent. Nach dem Sprintrennen gratulierte Wolff Russell zu seiner Leistung und betonte, dass das erste Ziel für das Wochenende erreicht sei.
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Auf den weiteren Plätzen folgten Charles Leclerc von Ferrari auf dem zweiten Rang und Weltmeister Lando Norris im McLaren auf dem dritten Platz. Der amtierende WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli belegte den vierten Platz und konnte seinen Vorsprung im Titelrennen weiter ausbauen.
Hülkenberg und Pérez mit Rückschlägen
Für Nico Hülkenberg gab es im Sprintrennen einen Rückschlag. Nach einem schlechten Start von Position 14 musste er in der sechsten Runde wegen Motorproblemen an seinem Audi die Box ansteuern. Obwohl er kurz vor Rennende noch einmal auf die Strecke zurückkehrte, hatte er zu diesem Zeitpunkt bereits einen erheblichen Rückstand.
Auch Sergio Pérez hatte technische Schwierigkeiten. Sein Cadillac kam in der Aufwärmrunde nicht vom Fleck und musste in die Box geschoben werden. Von dort startete der Mexikaner ins Rennen, blieb aber bis zum Ende im hinteren Feld.
Die Rennkommissare untersuchten Vorfälle am Start, die Valtteri Bottas im Cadillac und Carlos Sainz im Williams betrafen. Sainz erhielt eine Verwarnung. Eine Untersuchung gegen Lewis Hamilton wegen eines Verstoßes gegen eine Anweisung des Rennleiters auf dem Weg in die Startaufstellung wurde ohne Strafe abgeschlossen.

Unspektakulärer Sprint und Wetterbedingungen
Das Sprintrennen wurde von einigen als unspektakulär beschrieben, da Überholmanöver auf dem Kurs in den Dünen von Zandvoort selten waren. Trotzdem gelang es Charles Leclerc, Lando Norris zu überholen und sich den zweiten Platz zu sichern, was auf den hohen Reifenverschleiß bei den McLaren-Fahrzeugen zurückzuführen war.
Unmittelbar nach der Zieleinfahrt begann es zu regnen. George Russell äußerte sich erleichtert darüber, dass der Regen erst zu diesem Zeitpunkt einsetzte, da dies den Ausgang des Rennens hätte verändern können. Er berichtete, dass er seine Reifen in den Hochgeschwindigkeitskurven schonte, um gegen Ende des Rennens Reserven zu haben.
Das Hauptrennen in Zandvoort ist für Sonntag um 15 Uhr angesetzt.
| 1. | George Russell (Mercedes) |
|---|---|
| 2. | Charles Leclerc (Ferrari) |
| 3. | Lando Norris (McLaren) |
| 4. | Kimi Antonelli (Mercedes) |
| 5. | Oscar Piastri (McLaren) |
| 6. | Max Verstappen (Red Bull) |
| 7. | Lewis Hamilton (Ferrari) |
| 8. | Pierre Gasly (Alpine) |
| 9. | Gabriel Bortoleto (Audi) |
| 10. | Arvid Lindblad (Racing Bulls) |
| 11. | Liam Lawson (Red Bull) |
| 12. | Franco Colapinto (Alpine) |
| 13. | Yuki Tsunoda (Racing Bulls) |
| 14. | Esteban Ocon (Haas) |
| 15. | Oliver Bearman (Haas) |
| 16. | Alexander Albon (Williams) |
Max Verstappen, der seinen Vertrag bei Red Bull bis 2030 verlängert hat, belegte im Sprint den sechsten Platz. Er kündigte an, dass für das Qualifying Änderungen am Auto vorgenommen werden, um die Gesamtleistung zu verbessern und den Rückstand zu verkürzen.
Source: bild.de
