Zwei Sport-Kracher an einem Tag: Münchens fettes Ausrufezeichen im Olympia-Rennen
Zwei Sport-Kracher an einem Tag: Münchens fettes Ausrufezeichen im Olympia-Rennen

München sichert sich Champions-League-Finale und Leichtathletik-WM im Olympia-Rennen

München hat sich zwei bedeutende internationale Sportveranstaltungen gesichert, kurz vor der entscheidenden Abstimmung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Diese Entwicklungen könnten der Bewerbung der Stadt für die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 neuen Rückenwind verleihen.

Die bayerische Landeshauptstadt wird im Jahr 2028 das Champions-League-Finale in der Allianz Arena austragen. Nur drei Jahre später, im Jahr 2031, folgt die Leichtathletik-Weltmeisterschaft im Olympiapark. Die Bekanntgabe dieser Großereignisse erfolgt zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt, da sich München mitten im Wettbewerb um die deutsche Olympiakandidatur befindet.

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Neben München bewerben sich auch Berlin und die Region Rhein-Ruhr, mit einem Schwerpunkt auf Köln, um die Austragung der Sommerspiele. Während die Konkurrenten noch ihre Konzepte vorstellen, hat München bereits die Ausrichtung dieser hochkarätigen Veranstaltungen für sich gewonnen.

Münchens Stärken im Bewerbungsverfahren

Das Champions-League-Finale gilt als eines der größten Einzelsportevents in Europa, während die Leichtathletik-WM zu den wichtigsten Veranstaltungen im olympischen Sport zählt. Für die Befürworter der Münchner Olympiabewerbung stellen diese Vergaben ein starkes Argument dar.

Die Stadt verfügt bereits über umfangreiche Sportstätten und internationale Veranstaltungserfahrung. Mit dem Olympiapark und der Allianz Arena stehen zwei erprobte Bühnen für Weltklasse-Sport zur Verfügung. Das Olympiastadion aus dem Jahr 1972 wird zudem für die Leichtathletik-WM 2031 umfassend renoviert, wofür über 100 Millionen Euro investiert werden. Diese Renovierung spielt auch im Münchner Olympiakonzept eine zentrale Rolle.

DOSB-Präsident Thomas Weikert äußerte sich erfreut über die Vergabe der Leichtathletik-WM an München. Er betonte, dass Deutschland nach 1993 mit Stuttgart und 2009 mit Berlin im Jahr 2031 erneut Gastgeber einer Leichtathletik-Weltmeisterschaft sein wird. Weikert bezeichnete die Vergabe als „weiteren Teil der Perlenkette an Sportgroßveranstaltungen auf dem Weg zu Olympischen und Paralympischen Spielen in Deutschland“.

Die European Championships 2022 in München zeigten bereits, dass die Stadt über ein fachkundiges und begeisterungsfähiges Leichtathletik-Publikum verfügt. Oberbürgermeister Dominik Krause hob hervor: „München steht für große Sportmomente, eine hervorragende Infrastruktur und begeisterte Fans.“

Entscheidung über die deutsche Olympiakandidatur

Die Entscheidung über die deutsche Olympiakandidatur wird am 26. September fallen. Die DOSB-Delegierten werden auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in Baden-Baden den deutschen Kandidaten wählen. Die Entscheidungsgewalt liegt dabei fast vollständig bei den 42 olympischen Fachverbänden, die insgesamt 126 von 144 Stimmen halten. Jedes dieser Mitglieder hat das gleiche Stimmgewicht, unabhängig von der Größe des Verbandes.

Thomas Weikert vermied elf Tage vor dieser wichtigen Entscheidung eine Wertung zugunsten eines bestimmten Bewerbers. Stattdessen verwies er auf Deutschlands Erfahrung als Gastgeber großer Sportevents. Er nannte als Beispiele die Basketball-WM der Frauen in Berlin, die Reit-WM in Aachen und die WM der Rhythmischen Sportgymnastik in Frankfurt am Main, die alle in diesem Jahr stattfanden.

Keine andere deutsche Olympiabewerbung kann derzeit mit einem vergleichbaren Doppelpack aus Champions-League-Finale und Leichtathletik-WM werben. Die bislang letzten Olympischen Spiele in Deutschland fanden 1972 ebenfalls in München statt. Seitdem scheiterten sieben deutsche Bewerbungen.

Die Vergabe der beiden Großereignisse an München unterstreicht die Kapazität der Stadt, internationale Sportveranstaltungen erfolgreich auszurichten, und könnte ein entscheidender Faktor für die bevorstehende Abstimmung am 26. September sein.

Source: bild.de

Sebastian Roth

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.

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